Woher ich komme
Mein Name ist Lorenz Meierhofer. Von Anfang 2022 bis Herbst 2024 war ich Software Consultant bei der esentri AG in Karlsruhe. Dort habe ich für Kunden Backend-Systeme gebaut, Datenstrecken zwischen getrennten Anwendungen angebunden und Cloud-Migrationen begleitet.
Danach ein Jahr bei der NGS GmbH, einem Unternehmen für Cybersecurity. Dort habe ich einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung eines Produkts zur Infrastrukturautomatisierung geleistet: Software, mit der ein Betrieb seine Server und Dienste automatisiert aufsetzt und in einem nachvollziehbaren Zustand hält. Sicherheitskonzepte waren dabei fest in der Architektur verankert. Ein mehrstufiges System für Zertifikate und verschlüsselte Verbindungen, eine zentrale Anmeldung für alle angebundenen Dienste, sauber getrennte Zugriffsrechte.
Seit dem Aufkommen neuer KI-Technologien beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema und mit der Frage, wie sich diese Werkzeuge einsetzen lassen, um die eigene Produktivität deutlich zu erhöhen.
Studiert habe ich Informatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Vor meiner Umorientierung zur Informatik studierte ich Middle Eastern Studies in Marburg, mit einem Auslandsjahr in Kairo.
Was Ihnen davon nützt
Drei Dinge aus diesen Jahren tauchen in fast jedem Gespräch über KI im Betrieb wieder auf.
- Vertraulichkeit und Zugriffsschutz. Wenn Ihre Unterlagen das Haus nicht verlassen sollen, hängt das an Verschlüsselung, Anmeldung, Rechtevergabe und Protokollierung. Genau diese Teile waren zuletzt mein Arbeitsgegenstand, in einem Haus, das von Sicherheit lebt.
- Der Zugang zu Ihren eigenen Daten. Ob man an die Angebote, die Stammdaten und die Ablage überhaupt herankommt, entscheidet über den Aufwand häufiger als die Frage, welches Modell man nimmt. Schnittstellen, Formate und störrische Altsysteme haben mich knapp vier Jahre beschäftigt, davon zweieinhalb in fremden Häusern.
- Der Betrieb danach. Etwas zu bauen, das in der Vorführung funktioniert, ist die kleinere Hälfte. Es muss laufen, wenn niemand hinsieht, und jemand muss merken, wenn es das nicht tut. Ein Produkt, das genau diesen Zustand für andere herstellt, war ein Jahr lang meine tägliche Arbeit.
Sicherheit ist bei KI keine Nebenfrage
Sobald ein Modell an Ihre Unterlagen darf, kommen die alten Fragen an neuer Stelle zurück. Wer darf welche Dokumente sehen, wenn eine Suche über die gesamte Ablage antwortet und dabei die Rechtevergabe des Netzlaufwerks umgeht? Was geschieht mit einem Text, der an den Server eines fremden Anbieters geht, und wo steht, wie lange er dort liegt? Und was richtet eine Anweisung an, die jemand in ein eingereichtes PDF geschrieben hat, damit das Modell sie beim Lesen befolgt?
Diese Fragen stelle ich früh, weil sie in meinem letzten Jahr zum Handwerk gehörten. Die Antworten sind selten teuer, solange sie am Anfang stehen. Nachträglich eine Rechtetrennung in eine fertige Lösung einzuziehen, kostet ein Vielfaches.
Der Umweg über die Geisteswissenschaften
Vor der Informatik kam ein geisteswissenschaftliches Studium: Middle Eastern Studies in Marburg, mit Arabisch und einem Jahr in Kairo. Mit Sprachmodellen hatte das nichts zu tun, die gab es noch nicht. Zwei Dinge daraus brauche ich heute trotzdem täglich.
Der schwierige Teil dieser Arbeit ist meistens die Übersetzung. Was eine Sachbearbeiterin über ihren Vorgang erzählt, muss in eine Form kommen, mit der eine Maschine etwas anfangen kann. Und das Ergebnis muss zurück in eine Sprache, in der die Geschäftsführung entscheiden kann. Dazu kommt eine gewisse Geduld mit mehrdeutigen Texten. Wer einmal gelernt hat, dass ein Satz je nach Zusammenhang zwei Bedeutungen trägt, ist weniger überrascht, wenn ein Modell die falsche davon auswählt.
Und schließlich das Urteilen. Ein Sprachmodell liefert immer eine Antwort, auch dann, wenn die Quellenlage sie nicht hergibt. Zu prüfen, worauf eine Aussage sich stützt und wo sie nur plausibel klingt, ist das tägliche Handwerk eines geisteswissenschaftlichen Studiums. Beim Einsatz von KI im Betrieb ist es die Fähigkeit, die am häufigsten fehlt.
Wo meine Grenzen liegen
Ich arbeite allein, mit einem Handwerkszeug aus Softwareentwicklung und Betrieb. Für eine Konzernumstellung mit vierzig Beteiligten sind Sie bei mir an der falschen Stelle. Eigene Modelle trainiere ich nicht, ich setze die verfügbaren ein und beurteile, welches für Ihren Fall trägt. Rechts- und Steuerfragen sind besser bei Ihrem Anwalt und Ihrem Steuerberater aufgehoben, auch wenn ich Ihnen sage, an welchen Stellen des Vorhabens entsprechende Fragen auftauchen werden.
Was bleibt, sind Vorhaben, die eine Person in überschaubarer Zeit fertig bekommt und danach so hinterlässt, dass jemand in Ihrem Haus sie versteht.
Im Überblick
- Stationen
- DevOps Engineer, NGS GmbH (Cybersecurity), Karlsruhe, 2024 bis 2025. Entwicklung eines Produkts zur Infrastrukturautomatisierung.
Software Consultant, esentri AG, Karlsruhe, 2022 bis 2024. Backend-Systeme und Datenintegration in Kundenprojekten. - Ausbildung
- B.Sc. Informatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
M.A. und B.A. Middle Eastern Studies, Philipps-Universität Marburg, mit Auslandsjahr in Kairo. - Womit ich arbeite
- Python und Java, Docker, Terraform und Ansible, Datenbanken und Schnittstellen, Keycloak und eigene Zertifikatsstellen. Dazu die gängigen Sprachmodelle über ihre Schnittstellen und lokal betreibbare Modelle, wenn nichts nach draußen darf.
- Sprachen
- Deutsch als Muttersprache, Englisch verhandlungssicher.
- Nachzulesen
- Der Werdegang steht auch auf LinkedIn. Ein ausführlicher Lebenslauf kommt auf Anfrage per E-Mail.
Am schnellsten merken Sie es im Gespräch
Dreißig Minuten am Telefon zeigen Ihnen besser als jede Seite, ob ich Ihre Vorgänge verstehe. Das kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
